You are here :  

Die Streitkultur als wichtiges Element im Teambuilding

Immer wenn sich Menschen streiten, kommt es zu einem Aufeinanderprallen unterschiedlicher Meinungen. Damit dieser Streitprozess ein konstruktives Ergebnis bekommt, haben die Beteiligten grob gesagt, einem Regelwerk zu folgen. Den Begriff dazu nennt man Streitkultur. Man hört diesen Begriff in letzter Zeit vermehrt. Eine Erkenntnis ist, dass man diese Kultur des Streitens erlernen kann.
Welchen Regeln folgt ein konstruktives Streitgespräch?

Die unterschiedlichen Meinungen oder aufgetreten Missverständnisse werden mit allen beteiligten Personen offen auf den Tisch gebracht. Dabei spielt der Zeitfaktor eine entscheidende Rolle. Je schneller es zu dem klärenden Gespräch kommt, umso einfacher lassen sich die bestehenden Probleme lösen.

Wenn Sie ein Streitgespräch planen, schaffen Sie zuerst eine freundschaftliche und couragierte Atmosphäre.

Achten Sie in dem eigentlichen Gespräch auf die Einhaltung der Regeln der Fairness.

Arbeiten Sie ausschließlich mit echten Fakten und trennen diese von Vermutungen, Vorbehalten und Gerüchten.

Was ist das Ziel des Streitgespräches?

Keinesfalls geht es um einen Sieg im sportlichen Sinne oder das Durchdrücken der eigenen Position, sondern ausschließlich um das Erreichen einer Einigung.

Nach einem Streit pflegen die Beteiligten ein normales Verhältnis zueinander. Dies impliziert, dass Streiten als Gegebenheit des täglichen Alltags angesehen wird und grundsätzlich nichts Verbotenes ist. Eine Einigung im eben beschriebenen Sinne kann nur erreicht werden wenn auf den beteiligten Seiten Respekt und Toleranz herrschen. Einigung in einem Streitthema heißt nicht, dass am Schluss alle der gleichen Meinung sind. Wichtig ist eher auch, eine andere Meinung als die Eigene stehen zu lassen und damit leben zu können.

Wenn Sie merken, dass Sie trotz des Bemühens nicht zu einer Einigung gelangen, ist es durchaus legitim, externe Hilfe hinzuzuziehen. Möglicherweise ist dies ein vermittelnder Mitarbeiter mit einem gewissen Abstand zum Streitthema oder auch ein ausgebildeter Mediator.

Störungen im Streitgespräch:

Nicht immer laufen die Gespräche so ab wie geplant. Da trifft man zum Beispiel auf Beteiligte, welche den Eindruck erwecken, dass sie entweder bewusst den Streit suchen, oder aber Kritik nicht ertragen können. In diesem Fall ist es hilfreich, wenn die meist verallgemeinerte Kritik ignoriert wird und die Punkte einzeln aufgegriffen werden. Die jeweiligen Kritikpunkte werden zum Beispiel als Gegenfrage formuliert.

Eine andere mögliche Art und Weise Streitgespräche destruktiv zu führen ist es, jeden einzelnen Kritikpunkt mit sofortiger Gegenkritik zu beantworten. Hier hilft die Methode der seriellen Bearbeitung. Langsam und Punkt für Punkt wird die Liste abgearbeitet, mit je einem Aspekt von jeder Seite. So wird man sehen können, was an Punkten der Liste am Schluss noch übrig bleibt.

Quintessenz des Ganzen ist, dass man nicht auf halbem Weg stehen bleibt.

Eine Lösung für bestehende Probleme ist gemeinsam zu finden und auch zu erkämpfen.

Dieser Prozess kann manchmal auch längere Zeit in Anspruch nehmen. Ist dann ein solcher Streit endgültig beigelegt, so empfiehlt es sich, die Lektionen daraus mitzunehmen um für das nächste Mal bestens gerüstet zu sein. Ist dieser Prozess etabliert und wird von allen Seiten entsprechend gelebt, so darf man von einer Streitkultur sprechen.

Share This: