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Führen von Mitarbeitergesprächen

Warum werden Mitarbeitergespräche geführt?
Für viele Führungskräfte wie auch Mitarbeiter sind Mitarbeitergespräche nur ein unnötiger Pflichttermin. Dabei sind sie doch ein wichtiger Bestandteil der Personalarbeit.

Ein solches Gespräch ist der geeignete Zeitpunkt um eigene Ideen in der Leitungsebene zu präsentieren. Man spricht gemeinsam über die Optimierung von Abläufen und überprüft die gegenseitig fixierten Ziele.

Auf Basis dieser Gespräche gibt es Rückmeldungen zur geleisteten Arbeit. Sie dienen mittels der Festlegung von Unternehmenszielen auch der Steuerung des Unternehmens.

Ebenso bietet sich die Möglichkeit, sensible und persönliche Themen zu besprechen.

An der Art der Durchführung von Mitarbeitergesprächen erkennt man, ob der Chef nur ein Vorgesetzter oder eine Führungskraft ist.

Arten von Mitarbeitergesprächen
Im Prinzip gibt es mehrere unterschiedliche Gründe für ein Mitarbeitergespräch. Das sind sehr oft die jährlichen Zielvereinbarungsgespräche, Gespräche zum Ende der Probezeit, Wiedereinstiegsgespräche oder auch Kritikgespräche.

Völlig egal was der Anlass ist, jede der beteiligten Seiten sollte sich optimal auf diesen Termin vorbereiten.

Die Vorbereitung
Der Vorgesetzte sollte den Mitarbeiter mit möglichst ausreichendem Vorlauf zu diesem Termin einladen. Gemeint ist ein Zeitraum von ca. 2 Wochen, was als Vorbereitung ausreichen sollte.

Des Weiteren ist eine angemessene Mindestdauer für das jeweilige Gespräch zu planen. Unabdingbar ist es, den genauen Anlass für das Mitarbeitergespräch mitzuteilen.

Der Mitarbeiter selbst sollte sich konkret anhand der Protokolle des/der letzten Gespräche(s), bzw. getroffenen Absprachen etc. vorbereiten.

Beim Zielvereinbarungsgespräch zum Beispiel sind folgende Aspekte von Bedeutung:

Wie ist der Erfüllungsstand meiner Vorgaben?
Konnte ich die Ziele erreichen?
Was waren Gründe für aufgetretene Schwierigkeiten?
Wo habe ich meine Ziele übererfüllt?
Was können neue Vorgaben sein?

Gespräche dieser Art sind Verkaufsgespräche!

Das Gespräch
Wichtig ist, dass es in einer freundlichen und konstruktiven Umgebung stattfindet. Manche meinen, dass eine freundliche Umgebung bei Kritikgesprächen oder Nichtverlängerung von zeitlichen Arbeitsbefristungen schwierig umzusetzen ist.
Gerade in diesen Fällen hat der Vorgesetzte die Pflicht, den Mitarbeiter mit Höflichkeit und gebührendem Respekt zu begegnen.

Nach kurzem Smalltalk zum “warmlaufen”, sollte der Vorgesetzte das Gesprächsthema kurz umreißen und die Agendapunkte auflisten.
In der Folge wird jeder Punkt von beiden Seiten erörtert.
Jedem ist ausreichend Gelegenheit zu geben, die eigene Sichtweise darzulegen. Wo etwas unklar ist, sollte nachgehakt werden.

Dem Mitarbeiter erhält die Möglichkeit, sich frei zu den jeweiligen Themen zu äußern. Dabei ist ebenso darauf zu achten, dass die Gesprächsebene nicht zu weit verlassen wird. Es gehört auch dazu, persönliche Gefühle nicht zu verletzen.
Sie operieren auf einer guten Basis, wenn sie den Standpunkt des Gegenübers als Solches immer akzeptieren. Auch sollten Sie das Gesprächsziel nie aus den Augen zu verlieren.

Am Schluss gilt es die wichtigsten Punkte zusammenzufassen. Halten Sie die Ergebnisse des Gespräches, die gefundenen Kompromisse und auch die noch offenen Punkte schriftlich fest.

Die Gesprächsauswertung
Definieren Sie, welche weiteren Schritte zu veranlassen sind.
Was waren die neuen Erkenntnisse, die Sie in dem Gespräch gewonnen haben?
Verlief das Gespräch nach Ihren Vorstellungen, gibt es zum nächsten Mal Änderungsbedarf?

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