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AQUILA Marketing Blue Ocean Strategie

Blue Ocean Strategie oder Was hat ein blauer Ozean mit erfolgreichen Geschäftsmodellen zu tun?

Eine Grundstrategie von Unternehmern besteht meist darin, dass sie versuchen, ihre Konkurrenten mit dem Ziel größerer Marktanteile zu übertreffen. Sie wollen so eine kontinuierlich hohe Nachfrage erhalten.
Mit Sorge beobachtet man dabei, dass die Margen genauso sinken, wie die Chancen auf Wachstum und nachhaltigen Gewinn. Der Kunde trifft Kaufentscheidungen kaum mehr nach der Leistung, da sowohl Produkte wie auch Dienstleistungen austauschbar sind. Das hat zur Folge, dass wir mit einer schwachen Kundenbindung leben. Der Käufermarkt und permanent gesättigte Märkte sind längst schon Standard. Es gibt keinen Platz für weitere Mitbewerber. Eine der wenigen Strategien sieht der Unternehmer dann in einem Verdrängungswettbewerb. Diese „Marketing-Wette“ ist in ihren Erfolgsaussichten aber schwierig und wegen ihres sehr hohen kaufmännischen Aufwands kritisch für das Unternehmen.

Wo ist der Ausweg?

Eigentlich ist alles ganz einfach. Als Unternehmen benötigen wir neue Märkte. Diese neuen Märkte erzeugen wieder mehr Nachfrage und ermöglichen ein kontinuierliches Wachstum. Der Weg dorthin nennt sich Blue Ocean Strategie.
Woher kommt der Begriff?
Der Begriff „roter Ozean“ ist als Vergleich mit den blutigen Kämpfen von Raubfischen zu sehen. Die jeweilige Marktsituation ist im übertragenen Sinne nicht anders. Den „blauen Ozean“ dagegen sieht man frei von solchen Kämpfen. Er ermöglicht eine optimale Entwicklung.

Was kennzeichnet eine Blue Ocean Strategie?

Die Beobachtung zeigt, dass sich erfolgreiche Unternehmen kaum am Wettbewerb orientieren. Ziel ist es, sich ihren eigenen Markt zu schaffen. Wege dorthin sind in erster Linie Kreativität und Innovation.
Ein Weg dorthin ist zum Beispiel die anders geartete Gestaltung eines Gesamtangebotes. Viele Startups sehen hierbei die Basis für disruptive Ansätze in ihren Geschäftsmodellen, indem sie Teile von Wertketten digitalisieren. Ein offline-Markt kann somit fast komplett ins Netz gelegt werden und mit neuer Usability attraktiver gestaltet werden. So bietet sich für Kunden eine neue Art des Marktzugangs.
Es geht aber immer wieder um „das alte“ Thema im Design neuer Geschäftsmodelle: Neue Sichtachsen anlegen und bestehendes anders denken. So kommt man zu der Erkenntnis, welche Komponenten und/oder Prozesse anders zu gestalten sind, damit man der Theorie einer Blue Ocean Strategie möglichst nahe kommt.
Der Weg dorthin ist gerade für etablierte Unternehmen nicht wirklich trivial. Eine solch gravierende Änderung in den Geschäftsmodellen ist immer ein Change-Prozess für das Unternehmen selbst. Die einzusetzenden Ressourcen sind dabei von großer Bedeutung. Wenn man es richtig machen will, ist das eine unternehmensweite Änderung in der Strategie und betrifft alle Mitarbeiter. Diese sind auf Augenhöhe in diesen Change-Prozess einzubeziehen.

Also alles gut?

Es gibt einige kritische Aspekte, die zu beachten sind:
Erfolgsgeschichten zur Blue Ocean Strategie werden meist rückblickend erzählt. Diese „Leuchttürme“ haben den Strategiewechsel in der Regel nicht unter dieser Überschrift durchgeführt. Eine Erfolgsgarantie gibt es somit auch hier nicht. Die Anzahl der daran gescheiterten Unternehmen ist mit Sicherheit erheblich.
Wenn neue Geschäftsmodelle erfolgreich sind, bleibt der Ozean nicht lange blau. Man geht also von einem zeitlichen Vorteil aus, den man als Unternehmer ausnutzt.
Die Blue Ocean Strategie ist somit ein kontinuierlicher Prozess für erfolgreiche Unternehmen.
Oft wird auch kritisiert, dass die Blue Ocean Strategie nur ein strategischer Ansatz ist. Das mag zum Teil stimmen. Es gilt aber zu beachten, dass hier moderne Elemente der Geschäftsmodellierung vereint sind, die für sich genommen einen erfolgreichen Weg zum unternehmerischen Erfolg kennzeichnen.

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