Auch im E-Business ersetzen schicke Komponenten kein tragfähiges Geschäftsmodell

In der letzten Woche fand in München die „Internet World 2013“ statt. Das war Grund für mich zu schauen, was die vielen Anbieter im E-Commerce aktuell ihren Kunden an Produkten und Lösungen anbieten. Da wir für unser Projekt “ISARNETZ” auch einen eigenen Messestand hatten, nutzte ich diesen Umstand um Standbetreuung und Messebesuch miteinander zu verknüpfen.

Wollte man die Messe nutzen,  um die geeigneten Komponenten für sein eigenes E-Commerce-Thema zu finden, sollte das problemlos funktionieren:

Wenn noch der richtige Artikelmix gesucht wird, können Dropshipping-Anbieter geeignete Produkte bereitstellen. Ist man auf der Suche nach der richtigen Online-Shop-Lösung, sind auch da genügend Alternativen verfügbar. Auch die Bezahlung der Waren lässt sich heute vergleichsweise leicht im eigenen Projekt einbinden. Geht es um logistische Fragen, damit die Produkte schnell und entsprechend der Bestellung beim Kunden sind, hat man auch hier die Qual der Wahl, den für sich geeigneten Anbieter zu finden. Und sollte es mal Schwierigkeiten mit der Bezahlung der Waren geben – eine Reihe von Inkasso-Unternehmen versprechen auch hier mit optimalen Ansätzen die Ausfallquoten möglichst niedrig zu halten.

Eigentlich ist das E-Business in heutiger Zeit ein Schlaraffenland!
Eigentlich.
Oder fehlt da nicht noch etwas?

Ja richtig. Keiner der vielen Anbieter konnte mir sagen, wo man die Kunden herbekommen soll, die für die Umsetzung der vielen schicken  Lösungen benötigt werden. Dieser Umstand ist schon immer und bleibt auch weiterhin Chefsache und keine Frage der genutzten Komponenten.  Die Krux im E-Business ist, dass es hunderte (tausende?) von Online-Shops gibt, die nahezu in der Anonymität agieren, weil z.B. das Geschäftsmodell nicht passt oder man nicht die richtigen Produkte für die angesprochene Zielgruppe  im Portfolio hat.

Daher mein Rat an die Jungunternehmer, welche sich auf das Parkett des E-Business wagen: Erst wenn das Geschäftsmodell stimmt, die Kunden bekannt sind und die Produkte für diese Zielgruppe passen, sollte mit der Suche nach den richtigen Komponenten begonnen werden.

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