Ein Unternehmer hat es nicht leicht!

Neulich besuchte mich ein Unternehmer aus der Region und klagte mir sein Leid. Das Geschäft läuft mehr schlecht als recht, die Kundenbasis stagniert und die Aufträge kommen nicht mehr so flüssig rein, wie noch vor einigen Jahren.
Im Netzwerk mit anderen, ihm bekannten Unternehmern wurde ihm geraten, sich doch Unterstützung durch diverse Marketing und Vertriebsspezialisten zu suchen. Voller Motivation ging er an diesen Plan.
Er fragt als erstes einen Marketingspezialisten.
Dieser empfahl: Entwickele ein neues corporate Design, sprich mit einer einheitlichen Kundenansprache in allen Dokumenten und stimme die anderen Aktivitäten darauf ab.
Doch so richtig zufriedenstellend war diese Vorstellung wohl nicht. Er bezweifelte, dass er damit seine Probleme lösen könne.
Also fragte er als nächsten einen Vertriebsfachmann.
Dessen Rat war: Es kommt nicht so sehr auf eine tolle und konsistente Marketingansprache an, sondern ausschließlich auf die Produkte, die ein Bedürfnis beim Kunden befriedigen. Alles steht und fällt damit, wie man dessen Nutzen dem Kunden verkauft. Der Unternehmer soll doch ein Konzept mit Key Account Management durch den Chef selbst und der Anbindung eines Vertriebsbüros aufbauen.
Wieder blieben Zweifel, ob das des Pudels Kern ist.
Die Verwirrung verstärkte sich noch, als ein anderer befreundeter Unternehmer ihm prophezeite, dass seine Zukunft nur im Internet liegen würde.
Also hin zu einem neuen Spezialisten, der die einzige Lösung in einen Internet-Shop sah, und die gesamte Präsenz unter SEO-Maßgabe optimieren wollte. Mit vielen Fachbegriffen wurde ihm erklärt, dass man nur dann viel verkauft, wenn sein Ranking bei den ihm wichtigen Suchbegriffen auf der ersten Seite in den diversen Suchmaschinen gefunden wird.
Verständlicherweise wurde die Ratlosigkeit nicht geringer.
Wer fehlt noch in der Runde?
Sein Steuerberater. Er schaute sich die Ideen und Zahlen an und sagte, dass er zu viel Geld für Marketing-Aktivitäten ausgeben will. Das passt nicht zu seiner Kosten- und Einnahmenstruktur. Sein Rat: Lass das Ganze doch erst mal wie es ist. Rede mit Deinen Bestandskunden und sieh zu, dass Du mit denen mehr Umsatz machst. Der Rest kommt dann schon von allein.

Somit stand der Kunde schlussendlich bei mir, war ratlos und wollte wissen, was er denn nun machen soll?

Jeder der Fachleute hat richtige Ansätze gebracht und aus der jeweiligen Sicht korrekt argumentiert.
Die Arbeit eines Unternehmensberaters geht aber darüber hinaus. Ich versuche seine Situation mit einem ganzheitlichen Ansatz zu analysieren.
In der Folge werden mit dem Unternehmer gemeinsame Ansatzpunkte erarbeitet und die notwendigen Bausteine aus den unterschiedlichen Spezialgebieten zusammengefügt.
Im nächsten Schritt erfolgt das Konzept, bei dem auch die obengenannten Fachleute ihren Anteil haben.
So entsteht ein Handlungsplan, der größtmögliche Aussicht auf unternehmerischen Erfolg hat.

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